Kontakt zur Teilhabeinitiative

Werden Sie Teilhaber/in!

Möchten Sie die Teilhabeinitiative der Caritas unterstützen oder Näheres wissen? Über Ihr Interesse freut sich eine Caritas-Einrichtung in Ihrer Nähe oder das zentrale

Projektbüro Teilhabeinitiative
Deutscher Caritasverband e.V.
Karlstraße 40
79104 Freiburg
Telefon: 0761 200-668
E-Mail: teilhabeinitiative@caritas.de

Vier Arme und Hände bilden einen festen Kreis

Ihre Ansprechpartner sind
Projektleiterin Gabriele Göhring (Telefon: 0761 200-668) und Klemens Bögner (Telefon: 0761 200-628)

 
Originelle Ideen in Trier

850 Teilnehmende bei den diesjährigen Heilig-Rock-Tagen, und das Thema der selbstbestimmten Teilhabe im Alter spielte eine große Rolle.

Eine Frau mit vielen Hunden um sich herum, hält ein Schild auf dem "Aktie Beziehungskapital" steht.

Großformatige "Aktien Beziehungskapital" und Hunde machten deutlich, dass etwas gegen die Vereinsamung vieler alter Menschen geschehen muss: zum Beispiel durch nachbarschaftliche Besuche, zum Beispiel durch das Ermöglichen des lebendigen Kontakts zu Haustieren.

 
Caritaskongress 2010

Vom 15. bis 17. April 2010 fand in Berlin der 2. Caritaskongress "Teilhabe ist möglich!" mit über 600 Teilnehmenden statt. Wie Politiker, Wissenschaftler, haupt- und ehrenamtliche Caritasmitarbeiter das Thema selbstbestimmte Teilhabe in Praxis und Theorie beleuchtet haben und welche Erkenntnisse und Erfahrungen sie mitnehmen konnten, finden Sie unter:

2. Caritaskongress - Abbildung der Homepage und vom Publikum

www.caritaskongress.de  

 

 
Ehrenamt

Ein Ehrenamt bedeutet Teilgabe und Teilhabe zugleich, ein selbstbestimmtes Geben und Nehmen.

Drei Rollstuhlfahrerinnen mit drei ehrenamtlichen Begleiterinnen. Foto: Klemens Bögner

Finden Sie hier die Vielfalt der Möglichkeiten!

 
Beweggründe der Teilhabeinitiative

Teilhabeinitiative: Jeder Mensch ein Mittelpunkt

Teilhabe

Selbstbestimmte Teilhabe ist das zentrale Thema der Caritas von 2009 bis 2011. Mit seiner Teilhabeinitiative will der Verband dazu beizutragen, dass alle Menschen gleichberechtigt die Chance haben, ihr eigenes Leben und das einer offenen Bürgergesellschaft mit zu gestalten.

Der einzelne Mensch mit seinen Vorstellungen und Wünschen soll ernst genommen werden, gerade auch dann, wenn er oder sie arm, krank, betagt oder behindert ist. Im Kern geht es um Würde und Gerechtigkeit. Dafür müssen noch etliche rechtliche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Barrieren abgebaut werden.

 
Jeder Mensch hat das Recht, ...

Jeder Mensch hat das Recht, an den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozessen der Gesellschaft teilzunehmen, sie mitzugestalten und mitzubestimmen.

Ein Jugendlicher lacht in die KameraTeilhabe ist ein Bürgerrecht, das heißt für uns:

  • Von der persönlichen Situation der Menschen ausgehen
  • Die eigenen Ressourcen jedes Menschen einbeziehen
  • Zur Selbstbestimmung befähigen
  • Strukturen schaffen, die selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen
  • Mitbestimmung und Mitgestaltung ernst nehmen
  • Solidarität gegenüber Schwächeren zeigen
  • Rechtliche, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Barrieren abbauen

Lachender JungeSelbstbestimmte Teilhabe braucht:

  • Menschen, die sich dafür einsetzen, dass Teilhabe gelingt
  • Befähigungs-gerechtigkeit, die Bildungsarmut durchbricht und besonders auch jungen Menschen wieder neue Perspektiven eröffnet
  • Zugangsmöglichkeiten für alle zu den sozialen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen der Gesellschaft
  • Gesetze, die Menschen Handlungsspielräume geben, ihr Leben selbst zu gestalten

Senior der Jahreskampagne 2010Die Initiative der Caritas für selbstbestimmte Teilhabe (2009–2011)

Mit ihr will die Caritas nachhaltig dazu beitragen, dass alle Menschen die Chance haben, gleichberechtigt das Leben unserer Bürgergesellschaft mitzugestalten. Auch im eigenen Verband setzen wir uns für mehr  Teilhabemöglichkeiten ein und stärken die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen.

 

 

 
Zur Selbst- und Mitbestimmung befähigt

Zur Selbst- und Mitbestimmung befähigt

Betroffene sollen zu Akteuren auf gleicher Augenhöhe werden, denn jeder Mensch hat Fähigkeiten und Potenziale. Mitunter lassen die sich erst durch befähigende Aktivitäten erschließen, beispielsweise durch Hilfen zur Bildung. Deshalb steckt in Befähigung bereits ein gutes Stück Teilhabe. Mit der Teilhabeinitiative führt die Caritas deshalb auch das Anliegen ihrer Befähigungsinitiative (2006 bis 2008) fort.

Teilhabe geht alle an

Die Teilhabeinitiative nimmt vor allem die Gruppen in den Blick, denen sich die drei Caritas-Jahreskampagnen im selben Zeitraum widmen:

Aber auch andere Personen, die von sozialer Ausgrenzung betroffen sind, werden Thema sein.
Die Caritas möchte sowohl die Öffentlichkeit als auch den eigenen Verband für das Teilhabe-Thema gewinnen – so wie es bei der Befähigung junger Menschen gelungen ist. Dafür braucht die Initiative die fachbereichsübergreifende Unterstützung aller beruflich oder ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter: Es gilt, Teilhabe als strategisches Ziel in allen Einrichtungen und Diensten der Caritas zu verankern – und sie auf vielfältige Art zu verwirklichen.

Umsetzung der Initiative auf drei Ebenen

Zunächst einmal ist die persönliche Ebene wichtig. Hier sollte eine Sensibilität für Menschen entstehen, die von sozialer Ausgrenzung bedroht oder schon ausgegrenzt sind. Das hat viel mit Kennenlernen zu tun, direkt von Mensch zu Mensch. Caritaseinrichtungen, Pfarrgemeinden und kommunale Partner können dafür Gelegenheiten schaffen. Sie können Räume zur Verfügung stellen oder Veranstaltungen organisieren, die Begegnungen möglich machen.

Das Gleiche gilt im Großen, für die politische Ebene: Es geht um Raum für alle im öffentlichen Leben, es geht auch um den politischen Stil in unserem Land. „Betroffene“ sollen selbst zu Wort kommen und ihre Forderungen aufstellen können.

Auf institutionellen Ebenen müssen wir soziale Konzepte entwickeln, die Betroffene zu Beteiligten machen: Anstelle des Einsatzes für den Nächsten soll die Arbeit mit ihm oder ihr erfolgen. Wichtig ist beispielsweise die Möglichkeit für Nutzer sozialer Dienstleistungen, zwischen unterschiedlichen Angeboten zu wählen. Ebenso sollen ehren- oder hauptberuflich Engagierte in ihren Arbeitsfeldern mitentscheiden können.