Teilhabe durch Sport

Dressurreiter(innen) mit körperlichem Handicap trugen ihre Deutsche Meisterschaft 2010 erstmals in Nordrhein-Westfalen aus, vom 9. bis 11. Juli. Von ihrer sportlichen Leistung zeigten sich die Besucher stark beeindruckt. Auch Menschen mit geistiger Behinderung, die erstmals in ein Turnier solcher Größe als Helfer eingebunden werden konnten, waren begeistert von ihrer Teilhabe am Wettkampfgeschehen.  

Foto der Reiter während des Tuniers 

Bitte lesen Sie hier mehr zum Wettkampf (PDF 685 KB) sowie zum innovativen Konzept eines integrativen Reiterhofes, wie ihn das Franz Sales Haus Essen betreibt.

 

 
Veröffentlichung

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat einen Ratgeber mit Informationen rund um das Thema Behinderung (PDF mit 2,7 kB) veröffentlicht. Er gibt Auskunft über alle Leistungen und Hilfestellungen, auf die Menschen mit Behinderung Anspruch haben, von der Vorsorge und Früherkennung über die Schul- und Berufsausbildung und Berufsförderung bis zu steuerlichen Erleichterungen. 

Titelseite des Ratgebers

Der Ratgeber will Orientierung geben, vor allem den behinderten Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Angehörigen,
Freunden und Arbeitgebern. Er klärt auf, gibt Praxistipps und benennt Ansprechpartner für alle Bereiche, die den Alltag behinderter Menschen betreffen. Eine umfassende Sammlung der bestehenden Gesetze macht den Ratgeber komplett.

 
Inklusion

Inklusion bedeutet jeder Mensch hat das Recht uneingeschränkt Teil der Gesellschaft zu sein -unabhängig von seinen Fähigkeiten, seiner Beeinträchtigung und seiner Herkunft. Dies gilt auch für die Bildung. 
Die Aktion Mensch bietet für Lehrer und Schüler kostenlose Unterrichtsmaterialien sowie ein Hausaufgabenheft an.

Zu beziehen unter: www.aktion-mensch.de  

 
Teilhabe an der Gesundheitsversorgung

Ein Mann mit Downsyndrom hat Krücken in der Hand, wegen eines Hüftleidens muss er in die Klinik.

Behinderung ist keine Krankheit, bringt aber häufig eine höhere Anfälligkeit für Erkrankungen mit sich. Im Gegensatz zu diesem erhöhten Bedarf an gesundheitlicher Versorgung steht, dass die Strukturen im Gesundheitswesen ungenügend auf Patienten mit Behinderung eingestellt sind. Schon ein kleinerer Krankenhausaufenthalt kann für sie mit großen Hürden und Ängsten verbunden sein. Hier gibt es noch viel Nachholbedarf in der selbstbestimmten Teilhabe an den gesundheitlichen Möglichkeiten in unserem Land.

Bitte lesen Sie hier eine kritische Stellungnahme aus dem Diözesan-Caritasverband Münster .

 
Direkt in der Kommune leben  

Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen

Seit dem Start des Förderprogramms von Aktion Mensch zur Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen vor zwei Jahren haben mehr als 20 Caritasträger Zielvereinbarungen mit der Aktion Mensch abgeschlossen. Sie haben sich damit festgelegt, in Zeiträumen von fünf bis zehn Jahren, insgesamt über 1650 zentral vorgehaltene stationäre Wohnplätze in dezentrale Wohnplätze umzuwandeln.
Die einzelnen Vorhaben sind dabei so verschieden wie die Personenkreise, die Mitarbeiter, die Größe, die Standorte und Einzugsgebiete der Einrichtungen, auf die sie sich beziehen. Bisher zeigt sich aber, dass es allen beteiligten Einrichtungsträgern ein besonderes Anliegen ist, dass schwer behinderte Menschen, Menschen mit hohem Hilfebedarf, nicht von den Dezentralisierungsmaßnahmen ausgeschlossen werden und dass mit der Dezentralisierung die Deinstitutionalisierung des Wohnens einhergeht. Zentralküchen, zentraler Einkauf, eigene Versorgungsbetriebe, eigene Freizeitbereiche und eigene ärztliche und therapeutische Dienste usw. gehören der Vergangenheit an. Weiterhin zeigt sich bei allen Vorhaben, dass mit der Dezentralisierung von Großeinrichtungen bisherige, auch festgelegte Einzugsgebiete in Frage gestellt sind. Dies erfordert Absprachen mit allen Anbietern in der Region, insbesondere auch mit den weiteren regionalen Caritasträgern. Solche erforderlichen Absprachen haben sich in Einzelfällen schon als Grundlage für die Bildung von trägerübergreifenden Netzwerken erwiesen.
Mit Unterstützung von der Universität Tübingen, dem Zentrum für die interdisziplinäre Erforschung der Lebenswelten von Menschen mit Behinderungen werden unter der Leitung von Frau Dr. Heidrun Metzler im Jahre 2008/2009 die Prozesse in zwölf Einrichtungen evaluiert. Grundlage der Evaluation sind Befragungen von Bewohner(inne)n, Vertrauenspersonen, Mitarbeiter(inne)n und Trägervertreter(inne)n.

Der Bericht zur Evaluation (PDF 745 KB)

 


Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung

Zeitungsartikel zum HerunterladenIm Caritasverband Unna wurde der Lebensmittelmarkt "Carekauf" eröffnet. Er sichert die Nahversorgung und bietet Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. 

Gelungene Integration: Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten gemeinsam im Lebensmittel-Supermarkt Carekauf in Unna-Hemmerde. (Foto: cpd/CV Unna)
Der Supermarkt „Carekauf“ ist ein Integrationsunternehmen des Caritasverbandes Unna, in dem vorwiegend Menschen mit Behinderungen arbeiten. Weihbischof Grothe lobte bei der Eröffnung insbesondere die neuen Formen der Kooperation zwischen Caritasverband und Privatwirtschaft. Hervorzuheben sei die enge Partnerschaft mit der REWE-Gruppe, die den Supermarkt mit Waren beliefert. „Der Caritasverband Unna integriert mit dem Lebensmittelmarkt behinderte und am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen dauerhaft in den allgemeinen Arbeitsmarkt“, betonte der Weihbischof. Auch werde für junge Menschen, die ansonsten kaum Chancen auf Ausbildung hätten, eine Lehrstelle angeboten und der Zugang zur Arbeit ermöglicht. Das Caritasprojekt sichere gleichzeitig die wohnortnahe  Lebensmittelversorgung im dörflich geprägten Hemmerde und schaffe einen Ort der Kommunikation.

Den vollständigen Artikel finden Sie unter: Caritas-Lebensmittelmarkt "Carekauf" eröffnet (PDF 70 kB)

 

 

 

 


Selbstbestimmte Wohn- und Lebensformen

Umwandlung großer Wohnkomplexe in der Behindertenhilfe

„Die Frage, wie es möglich wird, dass Menschen selbstbestimmt leben können, war Thema der Fachtagung „Vom Heim nach Hause – Veränderungen wagen, Visionen gestalten: Mittendrin ist näher dran“, die das Sozialwerk in Zusammenarbeit mit der Aktion Mensch am 9. September 2009 in Olpe veranstaltete.

Titelblatt der Dokumentation 

Dokumentation (PDF-Datei zum Herunterladen 6,3 MB)

Vorgestellt wurde in verschiedenen Vorträgen der Umwandlungsprozess von zentralen zu dezentralen Wohn- und Lebensformen.
Die Dokumentation zeigt anhand konkreter Beispiele, wie der Umwandlungsprozess aussehen kann, wie es gelingen kann und was sich verändern muss.

Mehr darüber finden Sie auf der Homepage: www.sozialwerk-st-georg.de  


Am Leben in der Gemeinde teilhabenDoppel-Logo der Caritas und des Fachverbandes Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie

Eine Initiative des Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP)

Ein selbstverständlicher Umgang von Menschen mit und ohne Behinderung im Leben einer Kommune ist Grundvoraussetzung für selbstbestimmte Teilhabe, für die eine Behinderung oder Krankheit kein Hinderungsgrund sein darf.
Logo der CBP-Initiative "Am Leben in der Gemeinde teilhaben"
Zugleich ist diese Selbstverständlichkeit ein Ziel, das längst nicht überall erreicht ist. Behinderung oder chronische Krankheit bilden zunächst Barrieren, die Teilhabe-Möglichkeiten reduzieren – etwa durch eingeschränkte Mobilität oder eine verminderte körperliche, psychische oder kognitive Fähigkeit zum „Mithalten”. Um diese Barrieren möglichst niedrig zu legen, braucht es neben den gesetzlichen Voraussetzungen zum Nachteilsausgleich vor allem Menschen, denen die Teilhabe aller am Herzen liegt. Durch Engagement, Phantasie, gegenseitige Abstimmung und vor allem ein Bewusstsein dieser Selbstverständlichkeit können sie gemeinsam mit den Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung viel für Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Teilhabe erreichen.
 
Mit seiner Initiative „Am Leben in der Gemeinde teilhaben" möchte der CBP „in die Fläche gehen": An möglichst vielen Orten sollen lokale Teilhabekreise (LTK) entstehen. Deren Zielsetzung ist es, die politischen Bedingungen vor Ort so mitzugestalten, dass die Belange von Menschen mit Behinderung gesehen, aufgenommen werden und ihre selbstbestimmte Teilhabe vor Ort gestärkt wird. Der Lokale Teilhabekreis vor Ort besteht aus einer Runde von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Kreis entwickelt einen selbstverständlichen Umgang sowie ein partnerschaftliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung im Gemeinwesen und knüpft Kontakte vor Ort. Dies kann gerade für BewohnerInnen von komplexen Einrichtungen wichtig sein, die den Umzug in gemeindeintegrierte Wohnformen wagen möchten. Oder auch für Menschen mit Behinderung, die in ihrem Gemeinwesen bereits wohnen, jedoch bisher noch nicht „angekommen“ sind und wenig Kontakte in die Gemeinde haben.
 
Machen Sie mit!
Setzen auch Sie sich für die Gründung eines lokalen Teilhabekreises in Ihrer Kommune ein. 19 LTK von 10 caritativen Trägern haben sich bereits in einem Projektverbund zusammengeschlossen und tauschen mehrmals im Jahr auf Vernetzungstreffen, begleitet von einem Projektteam und einer Steuerungsgruppe, Erfahrungen aus.  Die Vernetzungstreffen der Verantwortlichen in Einrichtungen und Diensten des CBP sind ein offenes Forum.
 
 

Wir mischen mit in der Gemeinde!

Ein junger Mann mit geistiger Behinderung schlägt eine Glocke an. Foto: Klemens Bögner

Diesem Teilhabe-Thema war eine CBP-Fachtagung vom 6. bis 8. Oktober 2009 in Bonn gewidmet. Neben Grundsätzlichem zur selbstbestimmten Teilhabe der Menschen mit Behinderung am Leben ihrer Heimatgemeinde standen Beispiele guter Teilhabepraxis auf der Tagesordnung.
Die Ergebnisse der Tagung sind hier dokumentiert .