Caritas-Positionen und Projektbeispiele

 

Das Altersbild in unserer Gesellschaft darf nicht von den Problemen der sozialen Sicherungssysteme dominiert werden, lautet eine der Positionen, die anlässlich der Caritaskampagne 2010 "Menschen im Alter - Expert(inn)en fürs Leben" veröffentlicht wurden. Bitte laden Sie hier die gesamte "Sozialpolitische Positionierung" zur Caritaskampagne 2010 herunter (PDF-Datei, 140 kilo Byte).

Eines der Ziele der Teilhabeinitiative ist es, innovative sowie bewährte Projekte, Modelle und Ideen zu sammeln, die mehr selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen. Lassen Sie sich inspirieren:

Projektbeispiele -  Selbstbestimmte Teilhabe von Menschen im Alter  (PDF-Datei, 160 kilo Byte).

Beiträge zur Caritaskampagne 2010 "Experten fürs Leben" finden Sie unter folgendem Link: www.experten-fuers-leben.de

Abbildung der Startseite "Experten fürs Leben"

Monitor Engagement: So setzen Ältere sich ein

Der "Monitor Engagement Nr. 4" des Bundesfamilienministeriums zeigt, wie und warum Menschen über 55 sich bürgerschaftlich engagieren oder bei Schaffung bestimmter Voraussetzungen engagieren könnten. Das Augenmerk gilt nicht zuletzt dem Engagementfeld Pflege.

Hier können Sie den "Monitor Engagement Nr. 4" herunterladen (PDF-Datei, 3,1 Mega Byte).

------------------------------------------

Der Ketteler-Preis 2010 hat sozialraum-orientierte Projekte im Bistum Mainz gewürdigt, in denen sich die Generation 50+ für den solidarischen Zusammenhalt in der Gesellschaft stark macht.

Umschlag der Dokumentationsbroschüre Ketteler-Preis 2010

 

 

 

 

 

 

Bitte laden Sie hier die Dokumentationsbroschüre herunter (pdf-Datei, 900 kilo Byte) und lesen Sie die Beschreibungen der preisgekrönten Projekte.

 
Wahlmöglichkeiten fürs Wohnen im Alter

Zu Hause hat Zukunft

Immer mehr alte Menschen vereinsamen zu Hause. Welche Möglichkeiten es gibt dem entgegen zu wirken hat sich die Initiative Zu Hause hat Zukunft angenommen. Auf ihrer Homepage finden sie Projekte aus ganz Deutschland, die der Einsamkeit von älteren Menschen entgegenwirken:

http://www.zuhause-hat-zukunft.de/vorstellung-der-ideen/ 

Europäische Beispiele neuer Wohnkonzepte finden Sie hier.  

 

Zusammenleben der Generationen fördern - Mehrgenerationenkonzepte stadtteilorientiert schaffen!

Der demografische und soziale Wandel stellt die Gesellschaft in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Dies führt auch zu einem demographischen Wandel in den Wohnquartieren und Gemeinden und stellt neue Anforderungen an die Infrastruktur für ältere und junge Menschen. Nachfolgend wird das bereits in Praxis erprobte Quartiersprojekt „Mettmann-Süd“ vorgestellt, in dem ausgehend vom Caritas Altenstift „Vinzenz-von-Paul-Haus“ Altenarbeit sozialraumorientiert in das umliegende Wohnumfeld hineinwirkt: Das Quartierprojekt „Mettmann-Süd“ im Caritas-Altenstift „Vinzenz-von-Paul-Haus“ (PDF-Datei zum Herunterladen, 39 kB) 

 
Kultursensible Altenhilfe

Damit auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund würdig gepflegt und betreut werden, ist es wichtig kulturspezifische Unterschiede zu kennen und über interkulturelle Kompetenzen zu Verfügung. Der Förderung der kultursensiblen Altenhilfe widmet sich das Forum für eine kultursensible Altenhilfe. Auf der Homepage www.kultursensible-altenhilfe.de sind viele nützliche Informationen, Fortbildungsangebot und Handreichungen zu finden. Besonders interessant sind fünf Koffer mit unterschiedlichen Materialien u.a. mit mehrsprachigem Material und zu sozialraumorientierten Altenhilfe.

Altersfreundliche Stadt

Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Leitfaden herausgebracht, der Kernpunkte einer städtischen Lebenswelt auflistet, in der sich auch alte Menschen wohlfühlen können. Bewohner/innen von 33 Metropolen der Welt wurden dafür befragt, darunter auch aus Nordrhein-Westfalen.

Zwei alte Damen beim gemeinsamen Stadtspaziergang. Foto: Klemens Bögner

Hier finden Sie den Leitfaden  (1,5 MB) aus dem engagierte Gruppen Ideen schöpfen können.

 
Beratungsfüher der Caritas

Ein erstes Angebot um eine Kommune oder einen Stadtteil alterdfreundlicher zu gestalten, bestehet in der Veröffentlichung eines Beratungsführers mit allen wichtigen Adressen und Kontakte. Zwei Beispiele wie so etwas bereits umgesetzt wurde, finden Sie vom Stadtteil Niederrad in Frankfurt und vom Landkreis Traunstein:

http://www.aelterwerden-in-niederrad.de/ndr

 PDF-Datei Beratungsführer der Caritas zum Herunterladen

PDF-Datei zum Herunterladen: Beratungsfüher der CARITAS (400 kB)

 
Beispiele aus Caritaseinrichtungen

Wie ein Caritas-Altenheim der kurzen Wege zur Teilhabe aktiviert: die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Angehörigen ebenso wie die Mitarbeitenden.
Lesen Sie hier die Pressemeldung .

Mitbestimmung gehört zum Kern jeder guten Wohngemeinschaft. Bitte lesen Sie hier über das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke .

 
Praktische Ansätze

Praktische Ansätze für die Arbeit vor Ort finden Sie in der Handreichung "Experten fürs Leben".

Dokumente zu diesem Thema finden Sie unter Material/Fachbeiträge

-------------------------------------------------------

Internationale Good-Practice-Beispiele bietet eine aktuelle Broschüre der Körber-Stiftung, die Sie hier herunterladen können  (PDF-Datei, 2 Mega Byte).

 
Seniorenvertretungen vor Ort

Viele Seniorinnen und Senioren sind heutzutage bereit, ihre Kompetenzen und Erfahrungen für das Gemeinwohl einzusetzen. Sie wollen aktiv an der Gestaltung von Gesellschaft und Politik mitwirken.
Seniorenvertretungen arbeiten im vorparlamentarischen Raum als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und älteren Menschen auf kommunaler Ebene sowie auf der Landes- und Bundesebene. Sie ermöglichen und sichern vor diesem Hintergrund die Teilhabe älterer Menschen und stellen daher eine wichtige Form des bürgerschaftlichen Engagements dar.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft  der Landesseniorenvertretungen ist eine politische Interessenvertretung älterer Menschen im Bund, den Ländern und auf kommunaler Ebene. Informationen unter:
www.bag-lsv.de    

 
Gut alt werden

Mit der Zunahme älterer Menschen in Deutschland verändert sich und steigt die Nachfrage nach Unterstützungs- und Hilfsangeboten. Ältere Menschen und deren Angehörige wünschen sich individuelle und kompatible Begleitmaßnahmen. Diese Angebote müssen sich an den Gegebenheiten im Sozialraum orientieren. Wie eine Analyse im Sozialraum durchgeführt werden kann und wie ein Konzept für den Aufbau eines Servicezentrums aussehen kann wird in dem Handbuch "Gut alt werden" beschrieben.

Mehr dazu unter dem Menüpunkt: Literatur

 
Ältere bringen sich selbstbestimmt und solidarisch ein  

Übersicht

Selbstbestimmtes Wohnen und Teilhabe im Alter

Internet als Tor zur Welt und zur eigenen Lebensgeschichte

Die Suche nach einem Platz in einem Altenheim wirft häufig Fragen auf  

Alter und Migration

Selbstbestimmte Teilhabe für Seniorinnen und Senioren     

Ehrenamtliche Alltagsbegleitung  

Zusätzliche Betreuungskräfte im Altenheim  

Mitbestimmung auch für pflegende Angehörige

Caritas fördert die Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger

Männerspezifisches Angebot im Seniorenheim

Teilhabe durch Besuchsdienste

Selbstbestimmtes Wohnen und Teilhabe im Alter

Buch und aktuelle Tagungsdokumentation zu vielfältigen Wohnformen

Titelbild des BuchesWie wollen Menschen im Alter wohnen? Welche Angebote braucht es dafür, und welche Beispiele gibt es bereits?

Das Buch „Eckpunkte und Praxisbeispiele zu vielfältigen Wohnformen für das Alter“ beschreibt Anforderungen an die zukünftige Ausgestaltung von Altenhilfe-Strukturen. Inhaltliche Schwerpunkte sind ein Überblick über verschiedene neue Wohnformen und die Darstellung von 16 innovativen Praxisbeispielen. Eine Synopse zu verschiedenen Arbeitshilfen zum Aufbau ambulant betreuter Wohngemeinschaften bietet eine schnelle Orientierung, ebenso wie eine ausführliche Literatur- und Linkliste. Im Buchrücken findet sich eine CD mit allen Inhalten und erläuternden Anlagen.

Herausgeber: Deutscher Caritasverband (DCV) und Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD), Karlstraße 40, 79104 Freiburg; ISBN 978-3-939224-00-6, 19,90 Euro zzgl. Versand.

Inhaltsverzeichnis (212 KB) ansehen
Bestellungen über CariKauf: Materialnummer: 2663
Telefon: 0761/200-296
E-Mail: carikauf@caritas.de      
 

 

 

Ansicht des Datenträgers, auf dem die Beiträge der Fachtagung Wohnen wie gewohnt dokumentiert sind. 
Die Tagungsbeiträge sind auf
dieser CD erhältlich.

Am 24.-25. März 2011 fand in Berlin eine Fachtagung zu dieser Thematik statt, auf der auch die in dem Buch dargestellten Beispiele vorgestellt wurden. Die Beiträge von Fachleuten aus Theorie und Praxis waren zukunftsweisend und facettenreich: So zeigt das "Demografieprojekt Havelland" auf innovative Weise, wie auch in ländlichen Regionen den älteren Mitbürger(inne)n Zugänge zu selbstbestimmter Mobilität und einem unterstützenden Wohnumfeld zur Verfügung gestellt werden können.
Als städtisches Gegenstück hierzu stellte sich auf der Tagung das "Bielefelder Modell" vor. Hier wird ein ganzer Stadtteil konsequent gemäß den heutigen und den absehbaren Bedürfnissen älterer Menschen umgestaltet: Dazu zählen neben vielen infrastrukturellen Hilfen auch ganz besonders die Möglichkeiten zur selbstbestimmten Begegnung mit Jüngeren. Oder: Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe zeigte auf, wie sich durch Sozialraum- und Beteiligungsorientierung viele Möglichkeiten entdecken lassen, damit auch ältere Menschen mit größerem Unterstützungsbedarf weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung wohnen können. Gerhard Naegele, Gerontologe an der Universität Dortmund, gab weitere Einblicke in den Reichtum der Möglichkeiten einer künftigen Sozial- und Seniorenpolitik, die immer drängender werdenden Herausforderungen proaktiv anzugehen. 
Einen Überblick über alle Beiträge finden Sie hier anhand des detaillierten Tagungsprogramms von "Wohnen wie gewohnt"  (PDF-Datei, 750 kilo Byte).

Die Tagungsbeiträge sind auf einer CD dokumentiert, die bei der  VKAD -Geschäftsstelle bestellt werden kann: Telefon 0761/200-459, E-Mail: michaela.ganter[at]caritas.de  

zum Anfang


Internet als Tor zur Welt – und zur eigenen Lebensgeschichte

Medienunternehmer surfen mit SeniorInnen
 
Interessierte Heimbewohnerinnen betrachten an die Wand projizierte Internetseiten
Das Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach bietet Unternehmen Gelegenheit zum freiwilligen Engagement in sozialen Einrichtungen, dem sogenannten Corporate Volunteering. Im Projekt „Internet als Tor zur Welt“ machen drei Unternehmer aus der Branche Medien und Informationstechnologie interessierte BewohnerInnen des Pflegewohnhauses im Caritaszentrum Holt mit den Möglichkeiten des Internet bekannt. Dabei geht es nicht darum, die älteren Menschen direkt an den Computer zu setzen. Denn diesbezüglich besteht nach den Erfahrungen der Sozialdienstleiterin eher Ablehnung. „Warum soll ich mich damit noch beschäftigen?“ hört die Mitarbeiterin oft. Die Idee war daher ein „stellvertretendes Surfen“.
Die 15 Bewohnerinnen und Bewohner, die zum Besuch der einstündigen Veranstaltung kamen, erhielten zunächst einige wenige, leicht verständliche Informationen über die Funktionsweise des Internets. Anschließend „besuchten“ sie virtuell Orte, die für sie von Interesse waren. Hierfür nutzten die Referenten einen Beamer, um die Seiten großflächig an die Wand zu projizieren. Einige dieser gewünschten Orte hatte die Sozialdienstleiterin vorab erfragt. Weitere Seiten wurden dann auf Zuruf online besucht. Themen waren zum Beispiel „Caritaseinrichtungen in Mönchengladbach“, „Rheydt wie es früher war“ oder „Ost- und Westpreußen“. Über Kommentare wie „Da kommt meine Mutter her“ oder „Da bin ich zur Schule gegangen“ ergaben sich Gespräche, so dass die BesucherInnen nicht nur Neues über das Netz, sondern auch über ihre Tischnachbarn erfuhren.
Das Gruppenangebot wird von den ehrenamtlichen Unternehmern so lange regelmäßig fortgesetzt, wie Interesse besteht. Auch boten die Unternehmer an, einzelne Interessierte, die doch einen Schritt weiter gehen und selber surfen möchten, entsprechend zu begleiten.
Kooperationspartner: Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach, Medien- und IT-Netzwerk MITMG e. V. sowie Caritaszentrum Holt Pflegewohnhaus
Ansprechpartnerin: Tanja Kulig, Telefon 02166 40207, E-Mail: kulig@caritas-mg.net

Suche nach einem Altenheim-Platz: Wo gibt es verlässliche Informationen zur Qualität? 

Als Heimbewohnerin oder Heimbewohner ist es ein zentrales Anliegen, die gewohnte Eigenständigkeit und Privatsphäre zu erhalten. Freundlichkeit, würde- und respektvoller Umgang, Selbstbestimmung und Teilhabe sind nur einige der Aspekte, die die Lebensqualität von Heimbewohnern ausmachen und für die Caritas schon seit Jahrzehnten eintritt und fachlich daran arbeitet, hier herausragende Qualität zu bieten.  
In der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsprüfung, die durch den Medizinischen Dienst der Kassen vorgenommen wird, sind Kriterien, die mit Lebensqualität zu tun haben nicht und Kriterien die mit der Ergebnisqualität zu tun haben nur marginal vorhanden. Die BIVA Begutachtung prüft nun genau die aus Verbrauchersicht so zentralen Dimensionen wie Autonomie, Teilhabe und Menschenwürde. Nach erfolgreicher Begutachtung durch die BIVA-Prüfer/innen erhält die Einrichtung einen grünen Hacken für Verbraucherfreundlichkeit.
Deshalb setzte sich der Verband der Katholischen Altenhilfe (VKAD) gemeinsam mit mehreren Diözesanen Arbeitsgemeinschaften und Landesarbeitsgemeinschaften Altenhilfe, für die Aufnahme der katholischen Altenhilfeeinrichtungen in das bundesweite Heimverzeichnis (BIVA) des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein.
135 Einrichtungen sind dem Aufruf bereits gefolgt und so sind die Caritas Einrichtungen im Bereich der Wohlfahrtsverbände führend, was die Zahl der vergebenen grünen Haken betrifft. 
Der VKAD sieht diese Begutachtung als gute Ergänzung der Bewertung, die aufgrund der gesetzlich verankerten Pflegetransparenzverordnung (PTV) vergeben wird. Die BIVA Begutachtung wird durch besonders geschulte ehrenamtliche Gutachter/innen vorgenommen. Häufig sind diese Gutachter/innen selbst Senioren/innen und diese Tatsache stellt eine sehr gute Verzahnung zur diesjährigen Kampagne des Deutschen Caritasverbandes dar, in der älterer Mitbürger/innen als „Experten fürs Leben“ (http://blog.experten-fuers-leben.de ) hervorgehoben werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.verband-katholische-altenhilfe.de  und http://heimverzeichnis.de  

 zum Anfang

 


 

Alter und Migration

Zum 15. Mal veranstaltete der Deutsche Caritasverband e.V. in Kooperation mit dem Katholisch-Sozialen Institut (KSI) der Erzdiözese Köln vom 08. bis 10. Juni 2010 die Honnefer Migrationstage. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Rahmenbedingungen zur Verwirklichung einer selbstbestimmten Teilhabe älterer Menschen mit Migrationshintergrund gegeben sein müssen und welchen Beitrag die Caritas mit ihren Diensten und Einrichtungen dazu leisten kann. Die Beiträge der Tagung können heruntergeladen werden unter: http://www.caritas.de/57956.html

 


 

Selbstbestimmte Teilhabe für Seniorinnen und Senioren

Das Leben alter Menschen wird vielfältiger und bunter: Selbstbestimmte Teilhabe ist auch für diese Lebensphase zum Schlüsselthema geworden, eng verbunden mit der zunehmend wichtigen Frage der Generationengerechtigkeit.

Eine alte Dame schaut gemeinsam mit Jugendlichen eine Zeitschrift an und kommentiert deren Inhalte aus ihrer Lebenserfahrung heraus. Foto: KNA/Oppitz

Frühere Leitbilder der Altenhilfe, die das "betreute" oder das "aktive" Alter in den Mittelpunkt stellten, werden jetzt abgelöst durch das Ziel eines individuell gestalteten Lebens im Alter – gerade auch für hochbetagte Menschen. Dazu gehört es auch, die Ressourcen und die Lebenserfahrung der Senior/innen als Experten fürs Leben neu zu entdecken und für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu erschließen.

Wie die  Unterstützung von Experten ganz praktisch aussehen kann, zeigt ein Beispiel: Der ambulante Pflegedienst der Gelsenkirchener Caritas sucht Experten fürs Leben. Alte Menschen sind Experten fürs Leben, die manchen Tipp geben können. Andererseits brauchen auch sie Hilfe und Unterstützung. Der ambulante Pflegedienst will diese beiden Seiten zusammenbringen. Wie? Das erfahren Sie hier: Expertinnen und Experten suchen (PDF-Datei, 130 kilo Byte). Ein weiteres Beispiel können Sie hier herunterladen: Praxisbeispiel aus Neuwied - Expert(inn)en per Zeitung gesucht! (PDF-Datei, 60 kilo Byte)

Bitte lesen Sie dazu hier im CKD-Direkt 1/2010, Verbandszeitschrift der Caritas-Konferenzen Deutschlands, einen Beitrag  von Cornelia Kricheldorff, Professorin an der Katholischen Fachhochschule Freiburg.

 

Zwei über Siebzigjährige treffen sich zum Plausch auf einer Bank vor ihrem Wohnhaus in der Innenstadt. (c) Klemens Bögner
Zwei Senioren treffen sich vor ihrem
Wohnhaus in der Innenstadt. 

Für die meisten Menschen ist selbstbestimmte Teilhabe im Alter eng mit der Möglichkeit verbunden, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben zu können. Für dieses Ziel braucht es erhebliche Anstrengungen vieler zivilgesellschaftlicher Kräfte. "Wir brauchen eine altersgerechte Infrastruktur und ein barrierefreies Wohnumfeld in den Kommunen”, so Caritas-Präsident Peter Neher auf der Berliner Pressekonferenz am 12. Januar 2010 , bei der die aktuelle Caritaskampagne  "Experten fürs Leben " vorgestellt wurde. Besser als bisher seien Strukturen zu entwickeln, die alten Menschen auch bei Pflegebedürftigkeit ein Leben in der vertrauten Umgebung ermöglichten. Eine angemessene Versorgung alter Menschen sei auf Dauer nur möglich, wenn die Ressourcen aller Beteiligten gefördert würden und sich jede/r in der Verantwortung sehe. Angesichts veränderter Lebensformen müsse Hilfe zukünftig auch von anderen Personen als den nahen Angehörigen geleistet werden.

Im Rahmen ihrer Initiative für selbstbestimmte Teilhabe setzt sich die Caritas vor diesem Hintergrund für ein wachsendes Angebot neuer Wohnformen für alte Menschen ein. Kriterien der selbstbestimmten Teilhabe pflegebedürftiger alter Menschen sollen in den caritaseigenen Einrichtungen und Diensten der Pflege verstärkt im Blick sein. Und nicht zuletzt sind innovative Ansätze der ehrenamtlichen und freiwilligen Arbeit mit und für Senior/innen gesucht: ein Geben und Nehmen, das die Ressourcen jüngerer mit der Lebenserfahrung älterer Menschen verknüpft und so auch die Teilhabegerechtigkeit zwischen den Generationen fördert.

zum Anfang   


Pfarrgemeinden helfen Älteren durch ehrenamtliche Alltagsbegleiter  

Eine Seniorin mit einer ehrenamtlichen Helferin im Stadtpark. Foto: Klemens Bögner
Zum Beispiel:
Ein Spaziergang in den
nahegelegenen Park.

In Mönchengladbach ist „Frida” für Senior(inn)en da, die sich nur noch im nahen Umfeld ihrer Wohnung bewegen können oder wollen. Von Einkäufen über Spaziergänge bis zur Teilhabe an geselligen Anlässen reicht die 1:1-Begleitung durch ausgebildete ehrenamtliche Alltagsbegleiter(innen). Das Freiwilligen Zentrum Mönchengladbach ist Partner bei der Gewinnung von Ehrenamtlichen für das Projekt Frida („Freiwillige in der Alltagsbegleitung“).
Bitte laden Sie hier die Beschreibung des Projekts herunter  (PDF mit 37 kB).

zum Anfang   

 


Zusätzliche Betreuungskräfte im Altenheim 

 

Jetzt sind mehr Angebote für demenziell
erkrankte Bewohner/innen möglich 

Jetzt sind mehr Angebote für demenziell erkrankte Bewohner/innen möglich. "Schon nach den ersten zwei Wochen haben wir den Erfolg gespürt", erzählt Isabella Wolny, Pflegedienstleitung im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Forchheim. „Unsere Bewohner sind ausgeglichener und zufriedener.“ Die Rede ist von der Arbeit der neuen Betreuungskräfte, die sich besonders Senior/innen mit Demenzerkrankung widmen. Für diese Bewohnergruppe können Alten- und Pflegeheime durch das Pflegeerweiterungsgesetz, seit 1. Juli 2008 in Kraft, zusätzliche Betreuungskräfte einstellen. „Diese zusätzlichen Betreuungskräfte sind autark“, betont Isabella Wolny. Ihre Arbeit wird nicht mit der bisher schon geleisteten gerontopsychiatrischen Betreuung vermischt, die es auch weiterhin gibt.
Die zusätzlichen Betreuungskräfte schaffen für die an Demenz erkrankten Senior/innen geeignete Möglichkeiten zur selbstbestimmten Teilhabe: Sie bauen individuelle und zugleich verlässliche Begegnungsstrukturen auf, die vor Vereinsamung bewahren. Gleichzeitig geht es darum, die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Heimbewohner/innen zu erhalten und zu fördern. Daher wird gemeinsam gekocht, gebacken und gegärtnert. Basteln und Malen, Musizieren und Singen, oder auch gemeinsame Brett- und Kartenspiele wecken Lebensfreude und Erinnerungen. Wichtig ist es, Vertrautes anzubieten. Daher schauen die Betreuungskräfte mit Bewohnern auch immer wieder Fotoalben an.

Dr. Klaus-Stefan Krieger, Diözesan-Caritasverband Bamberg

zum Anfang


Mitbestimmung auch für pflegende Angehörige

 

 Pflegende Angehörige tauschen sich im IspAn-Projekt regelmäßig aus. Foto: Gerhard Lück
Pflegende Angehörige tauschten sich im
IspAn-Modellprojekt regelmäßig aus.
Foto: Gerhard Lück

Teilhabe zeigt sich im Gleichgewicht zwischen solidarischen Pflichten und Rechten. Wer sich für Menschen in unterschiedlichen Bedarfslagen einsetzt – als Angehörige(r), beruflich oder im Ehrenamt – soll in diesem Arbeitsfeld wirksam mitreden können. Denn Engagement bringt viel persönliche Erfahrung, die nicht ungenutzt bleiben darf!

Caritas fördert die Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger

Menschen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, geraten oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Vielerorts gibt es deshalb Projekte mit beruflichen und ehrenamtlichen/freiwilligen Unterstützerinnen und Begleitern, die pflegende Angehörige entlasten.

Allen diesen Pflegenden tut es gut, sich mit Menschen in ähnlicher Situation austauschen zu können. Zugleich teilen sie gemeinsame Interessen und Bedürfnisse, die sie auf unterschiedlichen Ebenen wirksam vertreten wollen. Der Deutsche Caritasverband förderte dies mit seinem Modellprojekt IspAn – Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger, das Ende März 2010 endete.

Laden Sie hier die ausführliche Projektvorstellung mit Kontaktadresse  herunter (PDF-Format, 80 Kilo Byte).

Um die Erfahrungen und Ressourcen pflegender Angehöriger stärker zu beachten und sie zu unterstützen, war es wichtig, im Modellprojekt erst einmal die Wünsche und Interessen der pflegenden Angehörigen zu erfahren. Obwohl diese eine zahlenmäßig immer größere Gruppe bilden, hatten sie bis vor kurzem kaum Gelegenheit, sich dementsprechend Gehör zu verschaffen. Gemäß dem Auftrag, die selbstbestimmte Teilhabe zu fördern, sieht der Deutsche Caritasverband es als seine Aufgabe an, pflegende Angehörige zu ermutigen und zu befähigen, ihre Interessen selbst zu vertreten und ihnen dadurch zu mehr Beteiligung zu verhelfen.

Zum 31. März 2010 wurde der Abschlussbericht des Modells veröffentlicht, der als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mit Gruppen pflegender Angehöriger dienen und den Anstoß geben soll zur Ausweitung der weiteren Zusammenarbeit. Hier geht es zum IspAn-Abschlussbericht.

Bitte beachten Sie hier eine Pressemeldung mit Bestellkontakt  (PDF-Format, 30 Kilo Byte) zu dem Caritas-Positionspapier "Zusammenarbeit mit Angehörigen – die Chancen einer geteilten Sorge".

zum Anfang


Ein Schild zeigt den Straßennamen: Holzweg
Mitunter ist der Holz-Weg genau der richtige.
Männerspezifisches Angebot im Seniorenheim

Die "Holzbuben" nennt sich eine Gruppe von acht Senioren in einem Viersener Altenheim, die sich jeden Freitag um eine Werkbank versammeln. Unterstützt von ehrenamtlichen Helfer(inne)n, stellen sie Schönes aus Holz her. Neben dem Ansprechen der Sinne und motorischen Fähigkeiten geht es auch um das befriedigende Gefühl, etwas herzustellen, wonach echte Nachfrage besteht: Zum Beispiel beim städtischen Weihnachtsbasar bringen sich die "Holzbuben" mit ihren hölzernen Dekorationsobjekten ins Leben ihres Wohnortes ein.

Bitte laden Sie hier den Bericht über dieses selbstbestimmt-handwerkliche Beschäftigungsangebot herunter (Word-Datei, 50 kilo Byte).

 


Teilhabe durch Besuchsdienste

Viele ältere Menschen sind mit Einsamkeit konfrontiert, weil ihre Familienangehörigen an anderen Orten wohnen und die nahen Freunde und Bekannten verstorben sind oder in Pflegeheimen umziehen mussten. Mit Besuchsdiensten, die von Caritas, den Caritas Konferenzen und den Maltesern angeboten werden, wird dieser Einsamkeit entgegengewirkt und versucht gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Besuchsdienste geben Tipps, wie die Betroffenen wieder mehr Freude und Lebensqualität im Alltag gewinnen können. Die Ehrenamtlichen zeigen neue Wege auf, um aus dem üblichen Einerlei heraus zu kommen.
Gleichzeitig fördert der Besuchsdienst aber auch die Teilhabemöglichkeiten von vielen Ehrenamtlichen. Besonders Ehrenamtlichen im dritten Lebensalter bietet der Besuchsdienst eine sinnvolle Möglichkeit der Beschäftigung und ebenfalls eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. 
Dabei kommt der klassische Besuchsdienst zu den Menschen nach einer Terminvereinbarung ins Haus. Ein Beispiel des Malteser Besuchsdienst findet sich in den beigefügten Flyern:  

 

Ein neues niederschwelliges Angebot haben die Malteser an vier Standorten erfolgreich gestartet: der Malteserruf. Bei diesem Angebot werden ältere, einsame Menschen angerufen. Sie haben die Möglichkeit sich per Telefon einmal über alles zu unterhalten ohne das jemand in ihre Wohnung kommt. Die ehrenamtlichen Gesprächspartner hören zu, sie bringen Verständnis entgegen und gehen auf die Lebenssituation der Betreffenden ein.
Mehr dazu:

 

zum Anfang