Eines der Ziele der Teilhabeinitiative ist es, innovative sowie bewährte Projekte, Modelle und Ideen zu sammeln, die mehr selbstbestimmte Teilhabe ermöglichen. Lassen Sie sich in dieser Rubrik "Beispiele" zu Ideen inspirieren, die Sie für die Bedingungen in Ihrem Lebens- und Arbeitsumfeld abwandeln können!
Projektbeispiele - Selbstbestimmte Teilhabe von Menschen im Alter (PDF-Datei, 160 kilo Byte).
Beiträge zur Jahreskampange "Experten fürs Leben" finden Sie unter folgendem Link: www.experten-fuers-leben.de
Ausschreibung Deutscher Altenhilfepreis 2011
Die Bewerbungsfrist für den Deutschen Altenhilfepreis 2011 beginnt. Gesucht werden erfolgreich abgeschlossene Projekte, die das direkte Wohnumfeld älterer Menschen vorbildlich gestalten. Einsendeschluss ist der 30. September 2010.
Die Projekte sollen alle Akteure von Wohlfahrtspflege über Kommune bis zu Wohnungsunternehmen und lokale Initiativen einbeziehen
und ein gemeinwesenorientiertes, vernetztes Angebot im Quartier bieten. Durch bürgerschaftliches und generationsübergreifendes
Engagement, verbunden mit professioneller Unterstützung, sollen diese Projekte eine bedarfsgerechte Versorgungsstruktur entwickelt
haben. Dabei sollen sie die interkulturelle Wirklichkeit vor Ort durch die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund
berücksichtigen.
Das Preisgeld von 20.000 Euro wird auf drei Preisträger verteilt. Einsendeschluss ist der 30. September 2010. Details und Ausschreibungsunterlagen finden Sie unter www.deutscher-altenhilfepreis.de .
Die Sozialstation Neuwied hat in einem Zeitungsartikel unter der Überschrift "Experten fürs Leben" um das Engagement von Menschen
geworben. Zunächst wurden die Aufgabenfelder offen gelassen, um im Gespräch mit den Interessenten heraus zu finden, welche
Aufgaben sie ansprechen würden.
Die Aufgabenfelder, die beim Caritasverband Neuwied angeboten werden sind vielfältig. Deshalb wurden an diesem ersten Abend
mögliche Einsatzfelder vorgestellt wie z. B. die Schuldnerberatung, das Projekt 50plus, die Quinte (Qualifizierungsprojekt für arbeitslose Jugendliche), die Tafel, der
Kleiderladen, das Seniorenbüro, der Obdachlosentreff ("Schöppche"), das Stadt-Café (Treff für Kinder und Jugendliche), der
Besuchsdienst der Caritas-Sozialstation, die Selbsthilfegruppen der NEKIS (Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen)
u. a..
Hier die ausführliche Beschreibung: Experten gesucht (8 kB)
Zu Hause hat Zukunft
Immer mehr alte Menschen vereinsamen zu Hause. Welche Möglichkeiten es gibt dem entgegen zu wirken hat sich die Initiative Zu Hause hat Zukunft angenommen. Auf ihrer Homepage finden sie Projekte aus ganz Deutschland, die der Einsamkeit von älteren Menschen entgegenwirken:
http://www.zuhause-hat-zukunft.de/vorstellung-der-ideen/
Zusammenleben der Generationen fördern - Mehrgenerationenkonzepte stadtteilorientiert schaffen!
Das Quartierprojekt „Mettmann-Süd“ im Caritas-Altenstift „Vinzenz-von-Paul-Haus"
Der demografische und soziale Wandel stellt die Gesellschaft in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Dies führt auch zu einem demographischen Wandel in den Wohnquartieren und Gemeinden und stellt neue Anforderungen an die Infrastruktur für ältere und junge Menschen. Nachfolgend wird das bereits in Praxis erprobte Quartiersprojekt „Mettmann-Süd“ vorgestellt, in dem ausgehend vom Caritas Altenstift „Vinzenz-von-Paul-Haus“ Altenarbeit sozialraumorientiert in das umliegende Wohnumfeld hineinwirkt: Das Quartierprojekt „Mettmann-Süd“ im Caritas-Altenstift „Vinzenz-von-Paul-Haus“ (PDF-Datei zum Herunterladen, 39 kB)
Damit auch ältere Menschen mit Migrationshintergrund würdig gepflegt und betreut werden, ist es wichtig kulturspezifische Unterschiede zu kennen und über interkulturelle Kompetenzen zu Verfügung. Der Förderung der kultursensiblen Altenhilfe widmet sich das Forum für eine kultursensible Altenhilfe. Auf der Homepage www.kultursensible-altenhilfe.de sind viele nützliche Informationen, Fortbildungsangebot und Handreichungen zu finden. Besonders interessant sind fünf Koffer mit unterschiedlichen Materialien u.a. mit mehrsprachigem Material und zu sozialraumorientierten Altenhilfe.
Altersfreundliche Stadt
Die Weltgesundheitsorganisation hat einen Leitfaden herausgebracht, der Kernpunkte einer städtischen Lebenswelt auflistet, in der sich auch alte Menschen wohlfühlen können. Bewohner/innen von 33 Metropolen der Welt wurden dafür befragt, darunter auch aus Nordrhein-Westfalen.

Hier finden Sie den Leitfaden , aus dem engagierte Gruppen Ideen schöpfen können.
Ein erstes Angebot um eine Kommune oder einen Stadtteil alterdfreundlicher zu gestalten, bestehet in der Veröffentlichung eines Beratungsführers mit allen wichtigen Adressen und Kontakte. Zwei Beispiele wie so etwas bereits umgesetzt wurde, finden Sie vom Stadtteil Niederrad in Frankfurt und vom Landkreis Traunstein:
http://www.aelterwerden-in-niederrad.de/ndr
PDF-Datei zum Herunterladen: Beratungsfüher der CARITAS (400 kB)
Wie ein Caritas-Altenheim der kurzen Wege zur Teilhabe aktiviert: die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Angehörigen ebenso
wie die Mitarbeitenden.
Lesen Sie hier die Pressemeldung .
Mitbestimmung gehört zum Kern jeder guten Wohngemeinschaft. Bitte lesen Sie hier über das Zusammenleben in einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke .
Praktische Ansätze für die Arbeit vor Ort finden Sie in der Handreichung "Experten fürs Leben".
Dokumente zu diesem Thema finden Sie unter Material/Fachbeiträge
Viele Seniorinnen und Senioren sind heutzutage bereit, ihre Kompetenzen und Erfahrungen für das Gemeinwohl einzusetzen. Sie
wollen aktiv an der Gestaltung von Gesellschaft und Politik mitwirken.
Seniorenvertretungen arbeiten im vorparlamentarischen Raum als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und älteren Menschen
auf kommunaler Ebene sowie auf der Landes- und Bundesebene. Sie ermöglichen und sichern vor diesem Hintergrund die Teilhabe
älterer Menschen und stellen daher eine wichtige Form des bürgerschaftlichen Engagements dar.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesseniorenvertretungen ist eine politische Interessenvertretung älterer Menschen im
Bund, den Ländern und auf kommunaler Ebene. Informationen unter: www.bag-lsv.de
Mit der Zunahme älterer Menschen in Deutschland verändert sich und steigt die Nachfrage nach Unterstützungs- und Hilfsangeboten. Ältere Menschen und deren Angehörige wünschen sich individuelle und kompatible Begleitmaßnahmen. Diese Angebote müssen sich an den Gegebenheiten im Sozialraum orientieren. Wie eine Analyse im Sozialraum durchgeführt werden kann und wie ein Konzept für den Aufbau eines Servicezentrums aussehen kann wird in dem Handbuch "Gut alt werden" beschrieben.
Mehr dazu unter dem Menüpunkt: Literatur
Übersicht
Selbstbestimmtes Wohnen und Teilhabe im Alter
Selbstbestimmte Teilhabe für Seniorinnen und Senioren
Zusätzliche Betreuungskräfte im Altenheim
Mitbestimmung auch für pflegende Angehörige
Caritas fördert die Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger
Männerspezifisches Angebot im Seniorenheim
Selbstbestimmtes Wohnen und Teilhabe im Alter
DCV und VKAD veröffentlichten Buch zu vielfältigen Wohnformen für das Alter
Wie wollen ältere Menschen im Alter wohnen? Welche Angebote müssen wie entwickelt werden? Welche Beispiele gibt es bereits?
Das Buch beschreibt Anforderungen an die zukünftige Ausgestaltung von Altenhilfestrukturen und verschiedene Wohnformen für das Alter.
Schwerpunkt der Schrift ist ein Überblick über verschiedene neue Wohnformen und die Darstellung von sechzehn innovativen Praxisbeispielen.
Die Darstellung der Praxisbeispiele gliedert sich nach quartiersbezogenen Wohnprojekten, Mehrgenerationenwohnprojekten, ambulant
betreute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen sowie neue Wohnmodelle im stationären Kontext. Die Beispiele wurden
anhand der in den Eckpunkten formulierten Anforderungen ausgewählt und stammen vorwiegend aus dem Bereich der Caritas. Im
dritten Teil des Buches werden verschiedene Arbeitshilfen zum Aufbau ambulant betreuter Wohngemeinschaften verglichen und
anhand ihrer Aussagen zu verschiedenen Kriterien bewertet (z. B. Wohntyp, Organisation von Pflege und Betreuung, rechtliche
Anforderungen etc.). Diese Synopse zeigt, welche Arbeitshilfen bei welchen Fragestellungen nützlich sind und bietet damit
für Interessierte eine schnelle Orientierung.
Eine ausführliche Literatur- und Linkliste ergänzen die Schrift. Dem Buch liegt eine CD, mit allen Inhalten sowie erläuternden
Anlagen bei.
Titel: Eckpunkte und Praxisbeispiele zu vielfältigen Wohnformen für das Alter
Herausgeber: Deutscher Caritasverband und Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V., Karlstraße 40, 79100 Freiburg
68 Seiten mit beiliegender CD
ISBN 978-3-939224-00-6, Preis: 19,90 Euro
Bestellung
Das Buch kann zum Preis von 19,90 incl. Mwst. und zzgl. Versandkosten über die
Geschäftsstelle des VKAD bestellt werden.
E-Mail: Michaela.Ganter@caritas.de
Telefon: 0761/200-459.
Um sich einen kleinen Einblick in die Inhalte des Buches zu verschaffen können Sie hier eine Datei mit dem Titelbild und Inhaltsverzeichnis des Buches herunterladen: Inhaltsverzeichnis (212 KB)
Für das Jahr 2011 ist eine bundesweite Fachtagung zu vielfältigen Wohnformen für das Alter geplant, die im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Buches steht. Sobald Termin und Ort für diese Tagung feststehen, werden wir Sie unter Terminen auf dieser Homepage veröffentlichen.
Information und Kontakt:
Anne Helmer
Referentin in der Geschäftsstelle des VKAD
Telefon: 0761/200-458
E-Mail: Anne.Helmer@caritas.de
Selbstbestimmte Teilhabe für Seniorinnen und Senioren
Das Leben alter Menschen wird vielfältiger und bunter: Selbstbestimmte Teilhabe ist auch für diese Lebensphase zum Schlüsselthema geworden, eng verbunden mit der zunehmend wichtigen Frage der Generationengerechtigkeit.
Frühere Leitbilder der Altenhilfe, die das "betreute" oder das "aktive" Alter in den Mittelpunkt stellten, werden jetzt abgelöst durch das Ziel eines individuell gestalteten Lebens im Alter – gerade auch für hochbetagte Menschen. Dazu gehört es auch, die Ressourcen und die Lebenserfahrung der Senior/innen als Experten fürs Leben neu zu entdecken und für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu erschließen.
Wie die Unterstützung von Experten ganz praktisch aussehen kann zeigt das Beispiel aus Gelsenkirchen: Der ambulante Pflegedienst der Gelsenkirchener Caritas sucht Experten fürs Leben. Alte Menschen sind Experten fürs Leben, die manchen Tipp geben können. Andererseits brauchen auch sie Hilfe und Unterstützung.
Der ambulante Pflegedienst will diese beiden Seiten zusammenbringen. Wie? Das erfahrne Sie in dem angefügten Beispiel: Expertinnen und Experten suchen (PDF 127 kB)
Bitte lesen Sie dazu hier im CKD-Direkt 1/2010, Verbandszeitschrift der Caritas-Konferenzen Deutschlands, einen Beitrag von Cornelia Kricheldorff, Professorin an der Katholischen Fachhochschule Freiburg.
Wohnhaus in der Innenstadt.
Für die meisten Menschen ist selbstbestimmte Teilhabe im Alter eng mit der Möglichkeit verbunden, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben zu können. Für dieses Ziel braucht es erhebliche Anstrengungen vieler zivilgesellschaftlicher Kräfte. "Wir brauchen eine altersgerechte Infrastruktur und ein barrierefreies Wohnumfeld in den Kommunen”, so Caritas-Präsident Peter Neher auf der Berliner Pressekonferenz am 12. Januar 2010 , bei der die aktuelle Caritaskampagne "Experten fürs Leben " vorgestellt wurde. Besser als bisher seien Strukturen zu entwickeln, die alten Menschen auch bei Pflegebedürftigkeit ein Leben in der vertrauten Umgebung ermöglichten. Eine angemessene Versorgung alter Menschen sei auf Dauer nur möglich, wenn die Ressourcen aller Beteiligten gefördert würden und sich jede/r in der Verantwortung sehe. Angesichts veränderter Lebensformen müsse Hilfe zukünftig auch von anderen Personen als den nahen Angehörigen geleistet werden.
Im Rahmen ihrer Initiative für selbstbestimmte Teilhabe setzt sich die Caritas vor diesem Hintergrund für ein wachsendes Angebot neuer Wohnformen für alte Menschen ein. Kriterien der selbstbestimmten Teilhabe pflegebedürftiger alter Menschen sollen in den caritaseigenen Einrichtungen und Diensten der Pflege verstärkt im Blick sein. Und nicht zuletzt sind innovative Ansätze der ehrenamtlichen und freiwilligen Arbeit mit und für Senior/innen gesucht: ein Geben und Nehmen, das die Ressourcen jüngerer mit der Lebenserfahrung älterer Menschen verknüpft und so auch die Teilhabegerechtigkeit zwischen den Generationen fördert.
Zusätzliche Betreuungskräfte im Altenheim
erkrankte Bewohner/innen möglich
Jetzt sind mehr Angebote für demenziell erkrankte Bewohner/innen möglich. "Schon nach den ersten zwei Wochen haben wir den
Erfolg gespürt", erzählt Isabella Wolny, Pflegedienstleitung im Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Forchheim.
„Unsere Bewohner sind ausgeglichener und zufriedener.“ Die Rede ist von der Arbeit der neuen Betreuungskräfte, die sich besonders
Senior/innen mit Demenzerkrankung widmen. Für diese Bewohnergruppe können Alten- und Pflegeheime durch das Pflegeerweiterungsgesetz,
seit 1. Juli 2008 in Kraft, zusätzliche Betreuungskräfte einstellen. „Diese zusätzlichen Betreuungskräfte sind autark“, betont
Isabella Wolny. Ihre Arbeit wird nicht mit der bisher schon geleisteten gerontopsychiatrischen Betreuung vermischt, die es
auch weiterhin gibt.
Die zusätzlichen Betreuungskräfte schaffen für die an Demenz erkrankten Senior/innen geeignete Möglichkeiten zur selbstbestimmten
Teilhabe: Sie bauen individuelle und zugleich verlässliche Begegnungsstrukturen auf, die vor Vereinsamung bewahren. Gleichzeitig
geht es darum, die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Heimbewohner/innen zu erhalten und zu fördern. Daher wird
gemeinsam gekocht, gebacken und gegärtnert. Basteln und Malen, Musizieren und Singen, oder auch gemeinsame Brett- und Kartenspiele
wecken Lebensfreude und Erinnerungen. Wichtig ist es, Vertrautes anzubieten. Daher schauen die Betreuungskräfte mit Bewohnern
auch immer wieder Fotoalben an.
Dr. Klaus-Stefan Krieger, Diözesan-Caritasverband Bamberg
Mitbestimmung auch für pflegende Angehörige
IspAn-Modellprojekt regelmäßig aus.
Foto: Gerhard Lück
Teilhabe zeigt sich im Gleichgewicht zwischen solidarischen Pflichten und Rechten. Wer sich für Menschen in unterschiedlichen Bedarfslagen einsetzt – als Angehörige(r), beruflich oder im Ehrenamt – soll in diesem Arbeitsfeld wirksam mitreden können. Denn Engagement bringt viel persönliche Erfahrung, die nicht ungenutzt bleiben darf!
Caritas fördert die Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger
Menschen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen betreuen, geraten oft an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Vielerorts gibt es deshalb Projekte mit beruflichen und ehrenamtlichen/freiwilligen Unterstützerinnen und Begleitern, die pflegende Angehörige entlasten.
Allen diesen Pflegenden tut es gut, sich mit Menschen in ähnlicher Situation austauschen zu können. Zugleich teilen sie gemeinsame Interessen und Bedürfnisse, die sie auf unterschiedlichen Ebenen wirksam vertreten wollen. Der Deutsche Caritasverband förderte dies mit seinem Modellprojekt IspAn – Interessenselbstvertretung pflegender Angehöriger, das Ende März 2010 endete.
Laden Sie hier die ausführliche Projektvorstellung mit Kontaktadresse herunter (PDF-Format, 80 Kilo Byte).
Um die Erfahrungen und Ressourcen pflegender Angehöriger stärker zu beachten und sie zu unterstützen, war es wichtig, im Modellprojekt erst einmal die Wünsche und Interessen der pflegenden Angehörigen zu erfahren. Obwohl diese eine zahlenmäßig immer größere Gruppe bilden, hatten sie bis vor kurzem kaum Gelegenheit, sich dementsprechend Gehör zu verschaffen. Gemäß dem Auftrag, die selbstbestimmte Teilhabe zu fördern, sieht der Deutsche Caritasverband es als seine Aufgabe an, pflegende Angehörige zu ermutigen und zu befähigen, ihre Interessen selbst zu vertreten und ihnen dadurch zu mehr Beteiligung zu verhelfen.
Zum 31. März 2010 wurde der Abschlussbericht des Modells veröffentlicht, der als Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mit Gruppen pflegender Angehöriger dienen und den Anstoß geben soll zur Ausweitung der weiteren Zusammenarbeit. Hier geht es zum IspAn-Abschlussbericht.
Bitte beachten Sie hier eine Pressemeldung mit Bestellkontakt (PDF-Format, 30 Kilo Byte) zu dem Caritas-Positionspapier "Zusammenarbeit mit Angehörigen – die Chancen einer geteilten Sorge".
Mitunter ist der Holz-Weg genau der richtige.
Männerspezifisches Angebot im Seniorenheim
Die "Holzbuben" nennt sich eine Gruppe von acht Senioren in einem Viersener Altenheim, die sich jeden Freitag um eine Werkbank versammeln. Unterstützt von ehrenamtlichen Helfer(inne)n, stellen sie Schönes aus Holz her. Neben dem Ansprechen der Sinne und motorischen Fähigkeiten geht es auch um das befriedigende Gefühl, etwas herzustellen, wonach echte Nachfrage besteht: Zum Beispiel beim städtischen Weihnachtsbasar bringen sich die "Holzbuben" mit ihren hölzernen Dekorationsobjekten ins Leben ihres Wohnortes ein.
Bitte laden Sie hier den Bericht über dieses selbstbestimmt-handwerkliche Beschäftigungsangebot herunter (Word-Datei, 50 kilo Byte).
Teilhabe durch Besuchsdienste
Viele ältere Menschen sind mit Einsamkeit konfrontiert, weil ihre Familienangehörigen an anderen Orten wohnen und die nahen
Freunde und Bekannten verstorben sind oder in Pflegeheimen umziehen mussten. Mit Besuchsdiensten, die von Caritas, den Caritas
Konferenzen und den Maltesern angeboten werden, wird dieser Einsamkeit entgegengewirkt und versucht gesellschaftliche Teilhabe
zu ermöglichen. Besuchsdienste geben Tipps, wie die Betroffenen wieder mehr Freude und Lebensqualität im Alltag gewinnen können.
Die Ehrenamtlichen zeigen neue Wege auf, um aus dem üblichen Einerlei heraus zu kommen.
Gleichzeitig fördert der Besuchsdienst aber auch die Teilhabemöglichkeiten von vielen Ehrenamtlichen. Besonders Ehrenamtlichen
im dritten Lebensalter bietet der Besuchsdienst eine sinnvolle Möglichkeit der Beschäftigung und ebenfalls eine Teilhabe am
gesellschaftlichen Leben.
Dabei kommt der klassische Besuchsdienst zu den Menschen nach einer Terminvereinbarung ins Haus. Ein Beispiel des Malteser
Besuchsdienst findet sich in den beigefügten Flyern:
Ein neues niederschwelliges Angebot haben die Malteser an vier Standorten erfolgreich gestartet: der Malteserruf. Bei diesem
Angebot werden ältere, einsame Menschen angerufen. Sie haben die Möglichkeit sich per Telefon einmal über alles zu unterhalten
ohne das jemand in ihre Wohnung kommt. Die ehrenamtlichen Gesprächspartner hören zu, sie bringen Verständnis entgegen und
gehen auf die Lebenssituation der Betreffenden ein.
Mehr dazu:

